Dunkelfeldmikroskopie

Dunkelfeldmikroskopie 2020-11-20T19:37:32+01:00

Das ist der Blick auf einen Tropfen Blut durch ein Dunkelfeldmikroskop. Was Sie da sehen, sind rote Blutkörperchen und Eiweißstrukturen. Es eignet sich besonders bei Erkrankungen unklarer Herkunft oder bei immer wiederkehrenden Infektionen, um den Behandlungserfolg zu beurteilen.

Die Dunkelfelddiagnostik ist eine Methode zur mikroskopischen Untersuchung von Blut.

Mit Hilfe eines für die Dunkelfeldmikroskopie spezialisierten Mikroskop ist es möglich, kleinste Blutbestandteile zu sehen, die im normalerweise benutzen Hellfeld-Mikroskop nicht sichtbar sind.

Durch ein Hellfeld-Mikroskop betrachtet man Objekte in vergrößerter Form vor einem hell erleuchteten Hintergrund. Dadurch kann man z.B. Strukturen von Insektenflügeln oder Haaren sehr gut erkennen.

In einem Dunkelfeldmikroskop werden die Objekte zwar auch von unten mit Licht beleuchtet, aber dieses Licht wird über Spiegel am Objekt vorbeigeleitet. Es beleuchtet also von der Seite und nur Streulicht des Objekts gelangt in das Objektiv. Diese Beleuchtungsart lässt Kanten und Strukturen sehr deutlich erkennen. Optisch erscheinen die Objekte vor einem dunklen Hintergrund. Daher wird bei diesem Verfahren der Begriff Dunkelfeldmikroskopie verwendet.

Bei einer klassischen Hellfeld-Untersuchung sind kleinste Strukturen und Auffälligkeiten durch Überstrahlung nicht mehr erkennbar. Zudem sind bestimmte Färbetechniken nötig, um Zellen differenzieren zu können. Eine Einfärbung tötet Zellen ab. Damit sind sie hinsichtlich bestimmter Eigenschaften nicht mehr bewertbar. In der Regel wird Blut mit Chemikalien ungerinnbar gemacht, damit es im Labor untersucht werden kann. Auch Chemikalien zerstören Zellen. Das macht eine Vitalblutanalyse unmöglich.

Bei der Dunkelfelddiagnostik bleibt das Blut vollkommen unbehandelt. Es kann so bewertet werden, wie es auch im Körper zirkuliert. Die Zellen leben viele Stunden auf dem Objektträger weiter und ermöglichen so eine Untersuchung, die dem Zustand im Körper möglichst nahe kommt. Gerade bei der Bewertung der Abwehrzellen ist dies besonders wichtig.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Patient, sofort ein Ergebnis bekommt und sein Blut selbst anschauen kann. Auch eine Verlaufskontrolle ist besser möglich und so können therapeutische Maßnahmen überwacht und in ihrer Wirkung überprüft werden.

Was ist im Blut erkennbar:

  • Gibt es Hinweise auf allergische Belastungen oder Nahrungsunverträglichkeiten?
  • Wie effektiv arbeitet das Immunsystem?
  • Gibt es Hinweise auf Organbelastungen?
  • Gibt es versteckte entzündliche Prozesse?
  • Gibt es Belastungen durch Fremdstoffe (Toxine) oder Elektro-Smog?
  • Ist der Säure-Basenhaushalt im Gleichgewicht?
  • Gibt es versteckte Belastungen durch Viren? Es sind keine bestimmten Spezies erkennbar!
  • Gibt es Hinweise auf Durchblutungs- oder Gerinnungsstörungen?

Das ist nur eine Auswahl an Möglichkeiten.

Um das Blut untersuchen zu können, wird ein Tropfen aus der Fingerbeere mit einer Stechhilfe für Diabetiker entnommen. Meist werden drei Proben pro Untersuchung benötigt.