Was ist eigentlich Homöopathie?
Wann kann Homöopathie helfen?
Wie wählt die Heilpraktikerin
das passende Mitte aus?
Was bedeutet z.B. "Belladonna C30"?
Wie wirkt ein homöopathisches Arzneimittel?
Was erwartet Sie bei der Behandlung?
Was erwartet die Homöopathie von Ihnen?
Wie oft muss das Arzneimittel eingenommen werden?
Was bedeutet "Erstverschlimmerung"?
Wie lange dauert eine homöopathische Behandlung?
Was bedeutet miasmatische Behandlung?
Dr. Samuel Hahnemann (geb. 1755 in Meißen) war Arzt. Die damaligen Methoden, Krankheiten zu behandeln bestanden zum Großteil aus Aderlässen und anderen Ausleitungsverfahren. Hahnemann beobachtete, dass er damit seinen Patienten nur unzureichend helfen konnte oder sie sogar erheblich schwächte. Dr. Hahnemann gab seine Praxis bald auf. Er wollte nicht länger als Arzt tätig sein.
Nun beschäftigte er sich mit Literatur, Übersetzungen und Chemie und lebte dabei mit seiner Frau und 13 Kindern am Rande des Existenzminimums. Zwei seiner Kinder starben.
1790 gelang ihm eine Entdeckung. Er nahm in gesundem Zustand Chinarinde ein und entwickelte genau das Krankheitsbild, dass Chinarinde eigentlich heilen sollte - einen Malaria-Anfall.
Die Idee war geboren: Similia similibus curentur - Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden.
Beispiel: Berührt man einen Giftsumach, bekommt man einen nesselartigen Ausschlag mit Blässchen und extremen Juckreiz. Leidet man nun an einer anderen Erkrankung, die solche Symptome entwickelt (z.B. Windpocken), kann der Giftsumach - als homöopathische Arznei aufbereitet diese Symptome beseitigen.Alle homöopathischen Arzneimittel sind an gesunden Menschen über Jahre hinweg mehrfach getestet worden. Die gesunden Testpersonen nehmen das Arzneimittel ein und beschreiben Tage bis Wochen später, welche Veränderungen an ihnen stattgefunden haben. Die Arzneimittel haben also bestimmte Symptome erzeugt.
Das Mittel Apis (Bienengift) erzeugt bei einem Gesunden z.B. lokale Wasseransammlung im Gewebe, evtl. Jucken und einen brennenden Schmerz, der durch Kälte gelindert wird und ähnlich ist wie nach einem Wespenstich. Wir nehmen "Apis" also, wenn oben beschriebene Symptome eintreten wie z.B. nach einem Wespenstich oder bei einer Halsentzündung.
Wann kann Homöopathie helfen?
Im Laufe der Evolution hat der Körper gelernt auf Angriffe von Außen zu reagieren. Er erzeugt Fieber, um Keime zu verbrennen und sie an einer Ausbreitung zu hindern, Fremdkörper werden mit Hilfe von Eiterbildung ausgestoßen und durch vermehrte Schleimbildung beim Schnupfen entledigt er sich der Viren. Der Körper scheint genau zu wissen, wie er Krankheiten bekämpfen muss. Wir müssen also nicht jede Erkältung behandeln und nicht bei jedem Durchfall gleich zur Tablette greifen.
Homöopathische Arzneimittel werden eingesetzt bei jeder akuten Erkrankung. Dazu gehören Erkältungen, Sportverletzungen, Wunden,…
Aber viele Menschen leiden an Erkrankungen, die immer wieder auftreten. Und manchmal entsteht dann eine chronische Erkrankung. Sie kennen sicherlich die Aussagen, dass jemand z.B. " eine große Last auf den Schultern trägt", "einfach die Nase voll hat von allem", sich ärgert, dass ihm "die Galle hochkommt", in einer einengenden Familiensituation "keine Luft mehr bekommt", oder, oder, oder…
Es entstehen Rückenschmerzen, Verspannungen, Infektanfälligkeit, Gallensteine, Asthma, oder, oder, oder…
Bei Kindern findet man oft Allergien, Neurodermitis, Schuppenflechte, ständige Kopfschmerzen, Infektanfälligkeit, Epilepsie, Diabetes mellitus oder auch psychische Auffälligkeiten wie Schlafstörungen, Aggressivität, Unruhe, Ängste, etc.
Bei all diesen Beschwerden kann Ihnen oder Ihrem Kind die Homöopathie helfen?
Wie wählt die Heilpraktikerin das
passende Mittel aus?
Obwohl oberflächlich betrachtet- die gleiche Erkrankung z.B. ein Schnupfen vorliegt, sind die Symptome doch bei jedem anders.
1. Beispiel: Frau S. hat einen dicken gelben Schnupfen, immer bei jedem Wetterwechsel, sie friert sehr aber mag am liebsten eiskalte Getränke. Dabei ist sie sehr reizbar und wütend.
2. Beispiel: Frau L. hat auch einen gelben Schnupfen, spürt überhaupt keinen Durst, ist launisch wie ein Apriltag und im warmen Zimmer wird es schlimmer. Am liebsten lässt sie sich von ihrer Familie versorgen und liebevoll pflegen.
3. Beispiel: Herr K. hat einen wässrigen Schnupfen der die Haut ganz wund macht, er ist sehr durstig, friert, muss viel niesen und bekommt dann eine Halsentzündung.
Jeder Patient in den obigen Beispielen hat einen Schnupfen und jeder bekommt doch ein anderes Arzneimittel, denn individuell betrachtet, hat jeder seine eigene Erkrankung.
Die Wahl des homöopathischen Mittels basiert also auf die Kombination der individuellen Symptome. Homöopathen suchen für jeden kranken Menschen ein Mittel, dass genau zu ihm passt - mit allen körperlichen, aber auch seelischen Einzigartigkeiten.
Unsere Frau L. aus dem oberen Beispiel leidet zum Beispiel sehr darunter, dass ihre einzige Tochter vor zwei Wochen in eine fremde Stadt gezogen ist. Frau S. dagegen freut sich sehr endlich ein Stück "Freiheit" zurück gewonnen zu haben, seit ihre Zwillinge "aus dem Haus sind".
Was bedeutet z.B. "Belladonna C30"?
Belladonna ist der homöopathische Name für die Tollkirsche. Die Tollkirsche ist hochgiftig. Die "Ursubstanz" muss also verdünnt werden.
Der Homöopath "verdünnt" den Presssaft seiner Pflanze aber so stark, dass chemisch betrachtet im Arzneimittel nichts Stoffliches mehr nachweisbar ist. Das brachte Dr.Hahnemann damals die meisten Anfeindungen. Oft wird Homöopathen vorgeworfen, dass sie Arzneimittel geben in denen "gar nichts drin" ist (Placebo).
In der Homöopathie wird aber nicht einfach nur verdünnt. Es wird in einem ganz bestimmten Verfahren, dass von Hahnemann entwickelt wurde und bis heute noch so angewendet wird potenziert, d.h. die Arznei wird über mehrere Minuten immer wieder geschüttelt oder mit Milchzucker verrieben. Die energetischen Schwingungen der Ausgangssubstanz werden also mehrfach immer wieder auf die Trägersubstanz aufgetragen. Man spricht von Potenzieren, weil die Kraft der Urtinktur dadurch immer stärker wird. Das bedeutet, dass eine C30 chemisch betrachtet weniger Moleküle der Urtinktur enthält, aber in ihrer Wirkungsweise viel kräftiger ist, weil die Schwingungen mehrfach übertragen worden sind.
Mögliche Potenzierungen:
C1 = Verdünnung von 1 : 99
C2 = Verdünnung von C1 : 99 ……
D-Potenzen = Verdünnungsverhältnis 1 : 10
LM-Potenzen= Verdünnungsverhältnis 1 : 50.000
Wie wirkt ein homöopathisches
Arzneimittel?
In der Naturwissenschaft, hat man festgestellt, dass jede Zelle einen ganz feinen Energiehaushalt besitzt. Dieser ist als elektromagnetische Schwingung messbar. Durch das intensive Schütteln und Verreiben beim Potenzieren zur Herstellung eines homöopathischen Arzneimittels werden nun diese Schwingungen auf die Trägersubstanz (Milchzucker oder med. Alkohol) übertragen.
Ein Arzneimittel mit der Potenz C100 ist dem Potenzierungsverfahren viel öfter unterlaufen als z.B. eine C30. Das Giftige und Stoffliche ist chemisch nicht mehr nachweisbar, aber die Schwingungen sind mehrfach übertragen worden.
Wenn die Zellen eines kranken Menschen nun in einer ganz bestimmten "kranken" Weise schwingen, dann unterstützt ein homöopathisches Arzneimittel den Energiefluss des Körpers durch seine eigenen Schwingungen.
Was erwartet Sie?
Zuallererst möchte ich Sie kennen lernen. Das bedeutet, wir führen ein langes Gespräch (Anamnese), wobei ich viele Fragen über Besonderheiten Ihrer Erkrankung aber auch über Ihre Persönlichkeit stelle. Das kann bis zu 2,5 Stunden dauern. Wenn Sie möchten bringen Sie ruhig Laborbefunde oder Arztberichte mit. Auch wäre eine Liste über die Medikamente, die Sie z. Zt. einnehmen, hilfreich.
Was erwartet die Homöopathie von Ihnen?
Wenn Sie sich entschieden haben, mit Hilfe der Klassischen Homöopathie Ihrer Gesundheit ein Stück näher zu kommen, dann bedeutet das auch Arbeit für Sie.
Sie müssen bereit sein, auch selber mitzuarbeiten und sich auf einen Weg zu begeben, der auch evtl. lang und ungemütlich sein kann.
Der erste und wichtigste Teil Ihrer Arbeit wird sein, dass Sie das Arzneimittel in seiner Wirkung nicht behindern.
Damit das Mittel mit seinen energetischen Schwingungen gut arbeiten kann, darf es nicht durch andere "stärkere" Schwingungen von außen und innen gestört oder sogar zerstört werden.
1. Kampfer-, menthol-, eukalyptus- und pfefferminzhaltige Produkte sollten Sie während der Behandlung vermeiden, da sie die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels aufheben
(keine Hustenbonbons, Kräutertee, Brustwickel-Balsam, durchblutungsfördernde Einreibemittel, mentholhaltige Zahnpasta, …)
Ich empfehle die Zahnpasta "elmex mentholfrei" aus der Apotheke oder Drogerie.
2. Sie sollten die Einnahme eines schulmedizinischen Medikaments immer mit mir besprechen.
3. Ein homöopathisches Arzneimittel muss bei Zimmertemperatur gelagert werden. Nicht im Kühlschrank oder auf der Fensterbank aufbewahren. Bedenken Sie dass auch ein Badezimmer häufig zu warm ist.
4. Lassen Sie das Mittel in seinem ursprünglichen Behälter. Für unterwegs packen Sie einfach ein paar Globulis dick in Alufolie ein.
5. Schützen Sie die Arzneimittel vor jeder Art elektromagnetischer Strahlung ( Fernseher, Computer, Funkuhren, Radio, …) indem Sie die Fläschchen dick in Alufolie einpacken und in gewisser Entfernung oben beschriebener Quellen aufbewahren.
6. Heruntergefallene Kügelchen nicht wieder zurück in die Flasche tun.
7. Die Kügelchen unter der Zunge langsam auflösen lassen. 20 Minuten davor und danach nichts essen und trinken.
8. Verzichten Sie auf Kaffee-, Schwarztee, Cola und Pfefferminz. Homöopathische Arzneimittel wirken energetisch. Kaffee, Schwarztee, Cola, Pfefferminze, Kamille,… haben einen so starken energetischen Fluss, dass sie die zarten Schwingungen homöopathischer Mittel stören.
Ich empfehle Ihnen den Linde-Getreidekaffee oder einen Caro-Kaffee.
Wie oft muss das Arzneimittel
eingenommen werden?
In der Regel nimmt man das Arzneimittel einmalig oder mehrmals über wenige Tage ein. Dann wartet man "einfach" seine Wirkung ab. Das dauert in der Regel ein paar Wochen. Ich werde Ihnen eine Zeit nennen, nach der Sie sich telefonisch wieder bei mir melden sollen, damit ich die Wirkung des Mittels beurteilen kann und wir die weitere Vorgehensweise besprechen können.
Das homöopathische Mittel soll Ihrem Körper helfen, sich selbst zu helfen. Das benötigt Zeit.
Das Mittel braucht Gelegenheit, in Ihrem Körper zu wirken. Geben Sie sich die Zeit. Sie waren evtl. lange krank und Ihr Körper braucht auch eine gewisse Zeit sich wieder umzustellen.
Was bedeutet "Erstverschlimmerung"?
Das Arzneimittel hat die Schwingungen in Ihrem Körper angeschubst. Wie eine Schaukel bewegt sich nun etwas in Ihnen - auch die kranke Schwingung. Es kommt während der ersten Stunden oder Tage manchmal zu einer Erstverschlimmerung.
Dieses Phänomen ist als positiv zu betrachten und bedeutet, dass sich etwas in Ihrem Körper tut. Mit diesem Wissen können Sie die paar Tage oder Stunden vielleicht besser ertragen, denn es wäre schlimm, wenn sie das Mittel jetzt mit anderen Medikamenten stören würden. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie müssen mir davon berichten oder benötigen doch eine kleine Hilfe, dann besprechen Sie das bitte mit mir.
Wie lange dauert eine
homöopathische Behandlung?
Was bedeutet miasmatische Behandlung?
Die meisten Menschen kommen wegen eines chronischen Leidens in die homöopathische Praxis. Vielen von ihnen kann in verblüffend kurzer Zeit geholfen werden, wogegen andere viel Geduld benötigen. Das liegt darin, dass bei manchen Patienten die Lebenskraft nur geringfügig beeinträchtigt ist und bei anderen eine tiefe Störung vorliegt.
Was kann man sich aber unter einer tiefen Störung vorstellen?
Eine Erkrankung hat immer eine Ursache. Diese Ursache liegt entweder in einer früher durchgemachten Erkrankung, die durch Cremes oder Medikamente (meist Cortison oder Antibiotika) unterdrückt worden ist oder in einer Erkrankung eines Blutsverwandten (Eltern oder Grosseltern), die vererbt wurde.
Homöopathen sprechen von einem Miasma.
Nun kann es durchaus sein, dass nur ein einziges Mittel nötig ist, um alle Symptome zu beseitigen. Wahrscheinlicher aber ist, dass mehrere Mittel nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge nötig sind, um eine vollständige Heilung zu erreichen.
Eine Faustregel sagt, dass eine Erkrankung, die bereits Jahre besteht die gleiche Zeit in Monaten zur Heilung benötigt.
Aber man kann sagen, dass der Patient sich spätestens nach ein paar Wochen insgesamt wohler und ausgeglichener fühlen sollte und somit auch die Geduld aufbringt, an der vielleicht lange dauernden Heilung seiner Beschwerden mitzuarbeiten.
Es ist also je nach Fall immer wieder nötig, dass wir in engen Kontakt zueinander bleiben. Ich werde Ihnen immer einen Zeitpunkt nennen, an dem wir miteinander den weiteren Verlauf besprechen. Meistens reicht ein Telefonat.
Der Weg auf den Sie sich begeben ist also ungemütlich, weil evtl. Beschwerden von früher wieder auftauchen.